Wörlitzer Gartenreich, Dessau, Lutherstadt Wittenberg

Dessau erlebte seine Blütezeit unter dem Fürsten Leopold III. Friedrich Franz. Nach dessen Willen sollte das gesamte kleine Fürstentum Anhalt-Dessau mit Wörlitz und Oranienbaum eine kunstvoll gestaltete Land­schaft sein, der bereits die Zeitgenossen den Namen ›Dessau-Wörlitzer Gartenreich‹ gaben.
Von 1764 bis kurz nach 1800 angelegt, ist der Wörlitzer Garten nicht nur einer der größten, sondern einer der frühesten und bedeutendsten Landschaftsparks Kontinen­taleuropas. Auf 112 ha sind Natur und Kunst aufs Beste vereint. Schönes wurde mit Nütz­lichem verbunden. Ständig wechselnde Gartenbilder mit genial angelegten Sichtach­sen sorgen für immer neue Eindrücke. Die bis heute zum großen Teil in ihrer Ursprüng­lichkeit erhaltenen Wörlitzer Anlagen bilden den künstlerischen Höhepunkt des Garten­reiches Dessau-Wörlitz. Dessau war fast 400 Jahre Residenz des Fürstentums Anhalt-Dessau und von 1863 bis 1918 des gesamten Herzogtums Anhalt-Dessau. Wir besuchen das ehemalige staatliche Bauhaus, 1925/26 nach einem Entwurf von Walter Gropius ge­baut. Der ursprünglich in freier Landschaft nordwestlich der Stadt errichtete Bau wurde zur Betonung der Flächigkeit mit verputztem Ziegelmauerwerk versehen und mit einem Anstrich überzogen. Die Innenausstattung lag in den Händen der einzelnen Bauhaus­werkstätten für Wandmalerei, Metallgestal­tung und Möbel unter deren Meistern.
Weiterhin besuchen wir die Meisterhäu­ser, in parkähnlicher Umgebung nordwest­lich der Stadt errichtete Wohnhäuser für den damaligen Direktor Walter Gropius und die Bauhausmeister Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky, Paul Klee u. a. Nachmittags besichtigen wir Park und Schloss Luisium, ein Geschenk von Fürst Leopold an seine Gemahlin Luise.

 

Woerlitzer Park Weisse Bruecke - English Grounds of Woerlitz White Bridge 22

Am nächsten Tag besuchen wir die Lu­therstadt Wittenberg. Hier begann 1517 mit Luthers Thesenanschlag die Reformation. Gleichzeitig wurde die 1502 gegründete Uni­versität ein Zentrum des Humanismus. Durch die Herausgabe der reformatorischen Schriften entwickelte sich die Stadt zum da­mals bekanntesten Druckerort Deutsch­lands und wurde durch das Wirken Lucas Cranachs d. Ä. als Hofmaler ein Zentrum der deutschen Kunst der Dürerzeit.
Der Grundriss der Wittenberger Altstadt bietet im Wesentlichen noch den Zustand des späteren 13. Jahrhunderts, ein besonderes Denkmal des hohen Mittelalters im mittel­deutschen Raum. Wir besuchen die Cranach-Höfe, die Schlosskirche und die Altstadt.
Das zwischen Dessau und Wörlitz still­gelegte Großkraftwerk Vockerode wurde von 1936 – 1940 in der Nähe der Autobahn über die Elbe zur Versorgung der mitteldeutschen Industrie und Berlins gebaut, 1945 wurde es demontiert und von 1953 bis 1959 wieder aufgebaut. Nach der Wende wurde es 1994 stillgelegt. Seither gibt es vielfältige Überle­gungen zur Nach- und Umnutzung. Der ge­waltige Komplex wirkt wie ein gestrandeter Dampfer an der Elbe.
Die 12 km entfernte Baggerstadt Ferro­polis liegt am Rande eines gefluteten Braun­kohletagebaus, umrahmt von vier Tage­baugroßgeräten. Was heute Freizeitgelände mit See ist, war zu DDR-Zeiten eine große Braunkohlegrube für die Stromerzeugung.
In Coswig, am Ausläufer des Fläming gelegen, besuchen wir die evangelische Stadtkirche St. Nicolai und das barocke Fach­werkhaus in der Zerbster Strasse mit den außerordentlichen barocken Stuckdecken.

 

Zeitraum
26.8.-1.9.2013

Leistungen

Fahrt im modernen Reisebus
6 Übernachtungen incl. Frühstück und Abend­essen im 3 Sterne-Superior-Hotel ›Landhaus Wörlitzer Hof‹, in der historischen Innenstadt am Schlosspark
2 Führungen im Wörlitzer Park einschl. Eintrittsgelder Schloss und Fähre
Führung durch Dessau, Wittenberg, Coswig, Großkraftwerk Vockerode, Oranienbaum und Baggerstadt Ferropolis

Beitrag ABK Mitglieder
680,00 Euro

Beitrag Gäste
720,00 Euro

Einzelzimmerzuschlag
120,00 Euro

Schriftliche Anmeldung bis spätestens
1371427200

Leitung
Manfred Stützer

Abfahrtsort- und Zeit
Bad Godesberg, Stadthalle 7.30 Uhr Bonn, Quantiusstraße 8.00 Uhr

Sonstige Hinweise

Anzahlung 130,00 Euro
Verantwortlich im Sinne des Reiseverkehrs­gesetzes: Omnibusbetrieb Jablonski