Worpswede, Husum und Seebüll

Ihre Landschaft, ihre Menschen, ihre Künstler

Es gibt Orte in unserer norddeutschen Landschaft, deren Bild bis heute untrennbar mit dem Schaffen bedeutender Künstler verbunden ist. Drei von ihnen wollen wir besuchen: Worpswede, Husum und Seebüll.

Worpswede, dessen Geschichte mit dem Aufbruch junger stadtmüder Maler ins „Teufelsmoor“ begann, begeht in diesem Jahr mit Ausstellungen in mehreren Museen das Jubiläum „125 Jahre Künstlerkolonie“.

Wir werden unter kunsthistorischer Führung einen Spaziergang durch das Dorf machen und drei dieser Museen besuchen: die Große Kunstschau, den Barkenhoff und das Museum am Modersohn-Haus. Sie zeigen die Anfänge der Künstlergruppe um 1900, ihr kreatives Zusammenleben am Beginn einer neuen Epoche, großartige von der Natur inspirierte Bilder, aber auch ihre späteren künstlerischen und politischen Irrungen und Wirrungen und in einer Sonderausstellung „Schnittpunkte Worpswede“ den Einfluss der „Worpsweder“ auf spätere Künstler.

Im „Buchenhof“, einem heute zum Hotel gewandelten Künstlerhaus mit dem Flair der Jahrhundertwende, werden wir wohnen, unmittelbar neben dem „Barkenhoff“, damals künstlerisches und gesellschaftliches Zentrum mit Heinrich Vogeler, Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker, Rainer Maria Rilke und seiner Frau Clara Westhoff.

Unser zweites Ziel ist Husum, Theodor Storms „graue Stadt am Meer“, heute alles andere als ein graue Stadt. Sie ist vielmehr von einer anheimelnden Atmosphäre, geprägt von Meer, Hafen und Küstenlandschaft, von Kaufmannshäusern und ländlichem Schloss, ein bisschen Hansestädtchen und etwas Fischerdorf.

Auf allem aber ruht noch immer das eigentümliche Fluidum der Erzählungen und Gedichte ihres großen Dichters, die nordisch nüchtern und gefühlvoll zugleich sind.

Unter kundiger Führung werden wir auf Theodor Storms Spuren gehen und sein „Schimmelreiter-Land“ mit seinen über die Jahrhunderte dem Meer abgerungenen Eindeichungen und seinen Ausblicken auf Inseln und Halligen erkunden.

Drittes Ziel ist „Seebüll“, das von Emil Nolde und seiner Künstler-Frau Ada auf einsamer Warft selbst entworfene Haus mit Blumengarten und das ebenfalls von ihm selbst geplante Museum. Er hat es in ländlicher Natur für alle „suchenden, geistigen Wanderer“ gebaut, argwöhnisch beäugt von den umliegenden Bauern. Emil Nolde und diese träumerisch-verschlossene nordfriesische Landschaft gehören zusammen. Wir werden uns Zeit nehmen für diese Landschaft, die Geduld erfordert und eine gewisse Zuneigung des Betrachters. Aber man wird die farbgewaltigen Bilder dieses ewigen Rebellen unter den Künstlern seiner Zeit nur dann wirklich verstehen, wenn man sich auf den Charakter dieser Landschaft und auf ihren unvergleichlichen Himmel einlässt, dessen eigentliche Schönheit und dessen Geheimnisse sich uns erst erschließen, wenn wir ihn mit den Künstler-Augen Emil Noldes betrachten.

Pflichtlektüre für alle Teilnehmer ist Storms „Schimmelreiter-Novelle“, die uns auf unvergleichliche Weise in diese fremde Welt an Meer und Marsch und in die in ihr schlummernde Dramatik einführen wird (Preiswerte Ausgaben im Buchhandel).

Auf der Rückfahrt machen wir Halt auf der Burg Hülshoff, der Geburtsstätte von Annette von Droste Hülshoff, um auch hier der Verbundenheit dieser großen Dichterin mit ihrer Münsterländer Heimat nachzuspüren.

Zeitraum
6.10.2014 - 9.10.2014

Leistungen

Fahrt in modernem Reisebus
3 Übernachtungen in guten Hotels mit
Frühstücksbuffet; 2 Abendessen
Alle Eintritte und Führungen in Museen,
Führung Husum und Deichlandschaft

Beitrag ABK Mitglieder
430 Euro

Beitrag Gäste
460 Euro

Einzelzimmerzuschlag
75 Euro

Schriftliche Anmeldung bis spätestens
1404172800

Leitung
Reinhard Thomalla

Abfahrtsort- und Zeit
Bad Godesberg, Stadthalle 7:00 Uhr; Bonn, Quantiusstraße 7:30 Uhr

Sonstige Hinweise

Verantwortlich im Sinne des Reiseverkehrsgesetzes:
Omnibusbetrieb Jablonski

Anzahlung: 90 Euro