Medizin-Tourismus in Bad Godesberg

Eine Podiumsdiskussion mit der Landtagsabgeordneten Renate Hendricks, der Bezirksbürgermeisterin von Bad Godesberg Simone Stein-Lücke, dem Inhaber der Apotheke in der Theaterpassage Zaki Salameh, dem Vorsitzenden der Wählervereinigung „Die Godesberger“ Juppi Schäfer, einem Vertreter der Stadt Bonn Michael Wald und einem „Betroffenen“, der mit seinen arabischen Nachbarn lebt.
Das Problem, wie sehr sich das Stadtbild von Bad Godesberg verändert hat, auch durch die zahlreichen „Medizin-Touristen“ ist ein „heißes Eisen“ und brennt vielen unter den Nägeln. Die ABK will dieses Thema aufgreifen und die unterschiedlichen Aspekte beleuchten.
Die Diskussionsrunde soll sich nicht beschäftigen mit den Problemen der Banden- Bildung und der Salafisten in unserer Stadt – das Thema soll ausschließlich der „Medizin-Tourismus“ sein – oder besser gesagt, die in die Öffentlichkeit wirkende große Zahl von „Medizin-Gästen“. Die meisten Patienten kommen aus dem arabischen Raum. Ihr Aufenthalt beträgt oft mehrere Monate. Begleitet werden sie von Familienangehörigen.
Aber warum kommen sie so verstärkt nach Bonn? Hier sind während der Zeit als Bundeshauptstadt über Konsulate und Botschaften zahlreiche Kontakte zwischen internationalen Patienten und profilierten medizinischen Einrichtungen und Krankenhäusern aufgebaut worden.
Warum bevölkern diese Menschen – am auffälligsten sind die total schwarz verschleierten Frauen – gerade den Theaterplatz in Bad Godesberg? Ist es ihr Treffpunkt, um in den Hotels und Apartments nicht isoliert zu sein? Ist es, weil dort viele Apotheken, Parfümerien, Blumenläden und Juweliergeschäfte sind? Die meisten der arabischen Besucher verfügen über sehr viel Geld – die Godesberger Geschäftsleute profitieren von ihnen – mit Ausnahme der Gastwirte, denn Alkohol-Konsum ist tabu.
Bleiben die Familien deshalb auf den Plätzen, Parks und Bänken? Wie werden die Anwohner in dem Stadtviertel von Winter-, Burg- und Quellenstraße mit den ständig wechselnden Nachbarn fertig? Wem gehören all die Wohnungen, welche an diese Menschen zu sehr hohen Preisen vermietet werden? So viele Fragen- und sicher werden uns die Teilnehmer der Podiumsdiskussion nicht alle beantworten können, aber etwas Aufklärung und ein besseres gegenseitiges Verständnis wird dieser Abend sicher bringen.
Darum bemüht sich die ABK.

 

Schriftliche Anmeldung
sofort, spätestens bis 23. Februar 2015

Zeitraum
23.3.2015

Beitrag ABK Mitglieder
Eintritt frei

Beitrag Gäste
Eintritt frei

Leitung
Christine Crott

Treffpunkt
Geschäftsstelle der ABK, Am Kurpark 7, 53177 Bonn; 18:00 Uhr